Nachstes Rennen: Sonntag 24. Juni 2018 Sommerpreis der Steher und 14. Derny-Championat - 14°°Uhr
3. Derny-Championat - Samstag 30. Juni 2007                       zurück

Die Organisatoren des 3. Dernychampionats in Heidenau hatten gleich 3 Mal gewonnen:

Zunächst ging das Kräftemessen mit dem Wetter zu Gunsten der Heidenauer aus, denn trotz immer wieder vorbeiziehender Wolken blieb die bestens hergerichtete Radrennbahn trocken. Dann lockte die Veranstaltung annähernd 2000 Zuschauer an die Bahn und erhielt dadurch eine überwältigende Kulisse und nicht zuletzt sorgten die Aktiven für ein unvergessliches Radsporterlebnis. Schon beim Betreten der Anlage überraschte die Zuschauer der Anblick, der sich ihnen von der Bahn bot:

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Die 3 Hauptsponsoren WG Elbtal Heidenau, Volksbank Pirna und das Bauunternehmen Karl Köhler hatten gemeinsam mit dem SSV Heidenau der Bahn ein professionelles Aussehen verpasst. Erfahrene 6-Tage-Rennen-Besucher stellten viele Übereinstimmungen fest. Die etwa 600 Stühle wurden von den Zuschauern dankend angenommen.

Das Familienfest, von der WG Elbtal organisiert, bot auch den Kindern zahlreiche Attraktionen und ließ keine Langeweile aufkommen, denn für das Radrennen begeistern sich eher die Erwachsenen. Abgerundet wurde das Angebot für die kleineren Besucher durch das Sportmobil der Kreissportbundes mit vielen sportlichen Betätigungsmöglichkeiten. Da lohnte es mit der ganzen Familie zum Radrennen zu gehen, was sich in der weiter gestiegenen Zuschauerzahl widerspiegelte.

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Pünktlich 16.00 Uhr, die ungewöhnliche Anfangszeit hatte ihre Ursache in der erfolgreichen Durchführung der Landesjugendspiele im Bahnradsport am Vormittag, begann die Veranstaltung mit der Vorstellung der Schrittmacher. Die originelle Idee, die Schrittmacher mit Zylinder zu präsentieren, fand großen Anklang beim Publikum.

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Bei der anschließenden Fahrerpräsentation konnte der Sprecher 2 Olympiasiege, 8 Weltmeistertitel, 4 Europameistertitel und 20 Deutsche Meistertitel verkünden. Mit Guido Fulst, Olaf Pollak, Andy Beikirch, Carsten Podlesch und Timo Scholz tummelten sich Spitzenfahrer der Extraklasse im Fahrerfeld. Die sportliche Auseinandersetzung dieser Kontrahenten versprach spannende Rennen.

Doch bevor der erste Lauf gestartet wurde traten die Sprinter im Rahmenprogramm in Aktion. Mit dem Heidenauer Carsten Bergemann und dem Erfurter René Wolff waren 2 Weltmeister angereist. René Wolff hat in seiner Madaillensammlung auch die Goldene der letzten Olympiade von Athen. Mit ihnen maßen sich 4 Nachwuchssprinter, unter anderem auch der junge Heidenauer Roland Ludwig. Beim Rundenrekordfahren verbesserte Carsten Bergemann trotz kleiner Fahrfehler seine eigene Bestzeit auf 14,49 Sekunden (bisher 14,54 s). Roland Ludwig wurde mit 15,33 s Vierter.

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Danach wurde der 1. Lauf des Dernychampionats gestartet. Der Austragungsmodus sah vor, dass alle Fahrer in 3 Läufen (15 km, 20 km und 25 km) antreten mussten und die aus den Platzierungen errechnete Platzziffer über den Sieg entscheidet. Bei Punktgleichheit war die bessere Platzierung über die längste Strecke ausschlaggebend. Die Gestandenen wollten keinen Meter preisgeben, die Jüngeren wollten es ihnen schwer machen und die Neulinge lagen auf der Lauer um die geringste Chance sofort zu nutzen. Da lag Brisanz im Rennen.

Den Sieg im 1. Lauf trug Guido Fulst davon, die beiden Heidenauer Dirk Hauschild und Daniel Kaiser schlugen sich achtbar und landeten in dieser Reihenfolge auf Platz 8 und 9. Im folgenden Sprinthalbfinale setzte sich im ersten Lauf Carsten Bergemann gegen René Wolff und Benjamin Nödlich durch, im zweiten Lauf Roland Spieß knapp gegen Roland Ludwig und Joachim Eilers.

Was sich danach auf der Heidenauer Radrennbahn ereignete ließ die Zuschauer in Begeisterungsstürme ausbrechen. Ein junger Mann kam mit einem eigenartigen kleinen Fahrrad ohne Sattel und bewegte sich über aufgestapelte Europaletten als wenn es die normalste Sache der Welt wäre. Der 7fache Weltmeister und 19fache Deutsche Meister im Trialsport Marco Hösel aus Chemnitz verzauberte die Zuschauer. Mit dem Fahrrad vom Boden auf einen Stapel aus 11 Europaletten zu springen kann doch nicht gehen, doch Marco Hösel machte es einfach! Der Akrobat auf dem Fahrrad zeigt, was im Radsport alles möglich ist.

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Die anschließenden Finalläufe der Sprinter brachten um Platz 3 den Vergleich des Heidenauer Nachwuchstalentes Roland Ludwig mit dem Olympiasieger René Wolff. Roland hielt tapfer dagegen und forderte den erfahrenen Kämpfer zu einer Energieleistung heraus. René Wolff wurde am Ende 3., Roland belegte den 4. Platz. Das Finale um Platz 1 gestaltete sich zu einem spannenden Vergleich, denn es gelang dem Augsburger Roland Spieß Carsten Bergemann mit einem unverhofften Antritt zu überraschen und zunächst zu enteilen. Unter Aufbietung aller seiner Erfahrung und aller seiner Kräfte konnte Carsten Bergemann seinen Kontrahenten auf der Ziellinie noch abfangen.

Beim 2. Dernylauf sicherte sich überraschend Andy Beikirch den Sieg vor Olaf Pollak und Guido Fulst. Die Zuschauer registrierten eine deutlich höhere Geschwindigkeit als beim Auftakt. Der Durchschnitt lag bei 53 km pro Stunde. Da werden Spitzengeschwindigkeiten von über 60 km pro Stunde gefahren. Die Konstellation ergab bei einigen Fahrern Punktgleichheit. Das versprach Spannung für den abschließenden 3. Lauf.

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In der Pause vor dem großen Finallauf der Steher kam noch einmal Marco Hösel. Vom Co-Kommentator Yaret Dibaba, bekannt vom Norddeutschen Rundfunk und als Sprecher vom 6-Tage-Rennen, angekündigt führte er weitere beeindruckende Kunststücke mit seinem Spezialrad durch. So sprang er über eine Hochsprunglatte, die mehr als 1 m hoch lag. Begeistert ging das Publikum mit. Für den Höhepunkt seiner Vorführungen stellten sich 2 Freiwillige Zuschauer zur Verfügung. Marco Hösel sprang und drehte über die am Boden liegenden Versuchskaninchen ohne sie einmal zu berühren. Dankbar für die beeindruckenden Vorführungen verabschiedete das Publikum Marco Hösel mit donnerndem Applaus.

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Im Anschluss fuhren die Sprinter ein Keirinrennen. Dabei wurde gedrängelt und mit den Ellenbogen am Gegner gearbeitet um sich den nötigen Platz für den Sieg zu schaffen. Am Ende setzte sich der Erfurter Olympiasieger René Wolff durch. René beendet im Jahr 2007 seine Leistungssportkarriere. Die Heidenauer Bahn mit ihrem fachkundigen Publikum ist bekannt für die unter die Haut gehenden emotionalen Momente bei der Verabschiedung von großen Sportlern. So war es auch ein Erlebnis René Wolff durch das Spalier der bekanntesten Steher und Schrittmacher Deutschlands fahren zu sehen. Sie waren alle angetreten einem der erfolgreichsten Sprinter der Welt für seine Leistungen zu danken. Der Sprecher Frank Schneider und auch Renés Nationalmannschaftskamerad Carsten Bergemann fanden die richtigen Worte zur Würdigung seiner großen Sprinterkarriere. Dem Beobachter entging nicht, dass sich so mancher auf der Heidenauer Radrennbahn auch eine heimliche Träne verdrücken musste.

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Dann kam der denkwürdige 3. Lauf des Dernychampionats. Die Situation war klar, nur wer vorn einkommt hat Siegchancen. Am besten lagen Olaf Pollack, Guido Fulst, Andy Beikirch, Timo Scholz und Carsten Podlesch. Das Rennen war kaum gestartet, da überraschte Carsten Podlesch alle Mitkonkurrenten mit einem fulminanten Antritt, der ihm gleich einen Rundengewinn einbrachte. Das setzte eine Aufholjagd der Favoriten in Gang, die Ihresgleichen sucht. So etwas hatte Heidenau noch nicht gesehen! Die Gespanne jagten zeitweise mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 61 km pro Stunde über die Bahn. Das ist ein Spitzentempo von 70 km pro Stunde und mehr. Die anderen Gespanne wurden ein ums andere Mal überholt nur Florian Fernow, Jan-Eric Schwarzer und der Heidenauer Dirk Hauschild konnten noch einigermaßen mithalten. Man konnte die Spannung förmlich mit Händen greifen! Ständige Führungswechsel, Ausreißversuche und Kämpfe um jeden Meter prägten dieses Rennen. Alle Zuschauer waren längst aufgestanden und feuerten die Fahrer vehement an. Und einer machte sich das schönste Geburtstagsgeschenk: Timo Scholz schwang sich zu einem überragenden Schlussspurt auf und gewann dieses denkwürdige Rennen vor Olaf Pollack und Guido Fulst. In der Gesamtwertung siegte Guido Fulst hinter Schrittmacher Dieter Durst. Zweiter wurde Timo Scholz hinter René Kluge. Den 3. Platz belegten Olaf Pollack und Schrittmacher Mathias Acker. Andy Beikirch hinter Wilfried Kluge wurde 4. und Carsten Podlesch hinter Helmut Baur belegte den 5. Platz. Als 6. wurden Mario Vonhof und Schrittmacher Gerd Gessler gewertet. Der Heidenauer Dirk Hauschild (hinter Lutz Weiß) errang im Feld der Großen einen guten 8. Platz und Daniel Kaiser (hinter Karsten Kircher) erreichte Platz 12.

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Ein großer Radsporttag auf der Heidenauer Radrennbahn mit großen Emotionen und vielen Erlebnissen fand mit der Siegerehrung und der Nationalhymne ein Ende.

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Am 6. Oktober wird der Cup der Bundesländer im Steherrennen den Abschluss der diesjährigen Wettkampfserie auf der Radrennbahn in Heidenau bilden. Dazu sind schon heute alle herzlich eingeladen.

Müller SSV Heidenau e. V.                                                                                              zurück

Ergebnisse des Rennens:

1. Lauf                 Distanz: 15 km

Platz Fahrer Schrittmacher
1 Guido Fulst Dieter Durst
2 Carsten Podlesch Helmut Baur
3 Mario Vonhof Gerd Gessler
4 Timo Scholz René Kluge
5 Olaf Ollack Mathias Acker
6 Andy Beikirch Wilfried Kluge
7 Florian Fernow Karsten Podlesch
8 Dirk Hauschild Lutz Weiß
9 Daniel Kaiser Karsten Kirchner
10 Jan-Eric Schwarzer Torsten Rellensmann
11 Marc Altmann Heinz Spielmann
12 Marcel Möbus René Gierth
13 Jörg Bauer Gerd Funk
14 Patrick Wolfrum Helmut Taube

2. Lauf                Distanz: 20 km

Platz Fahrer Schrittmacher
1 Andy Beikirch Wilfried Kluge
2 Olaf Ollack Mathias Acker
3 Guido Fulst Dieter Durst
4 Timo Scholz René Kluge
5 Carsten Podlesch Helmut Baur
6 Mario Vonhof Gerd Gessler
7 Jan-Eric Schwarzer Torsten Rellensmann
8 Marc Altmann Heinz Spielmann
9 Florian Fernow Karsten Podlesch
10 Dirk Hauschild Lutz Weiß
11 Marcel Möbus René Gierth
12 Patrick Wolfrum Helmut Taube
13 Daniel Kaiser Karsten Kirchner
14 Jörg Bauer Gerd Funk

3. Lauf                Distanz: 25 km

Platz Fahrer Schrittmacher
1 Timo Scholz René Kluge
2 Olaf Ollack Mathias Acker
3 Guido Fulst Dieter Durst
4 Andy Beikirch Wilfried Kluge
5 Carsten Podlesch Helmut Baur
6 Florian Fernow Karsten Podlesch
7 Dirk Hauschild Lutz Weiß
8 Jan-Eric Schwarzer Torsten Rellensmann
9 Marcel Möbus René Gierth
10 Mario Vonhof Gerd Gessler
11 Marc Altmann Heinz Spielmann
12 Daniel Kaiser Karsten Kirchner
13 Jörg Bauer Gerd Funk
14 Patrick Wolfrum Helmut Taube

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